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Hallihallo liebe Welt 😀

vor eher längerer Zeit habe ich euch ja angekündigt, "demnächst" auch etwas über die ein oder andere Buchverfilmung zu schreiben. Das habe ich aber bisher immer aufgeschoben, da ich entweder das Buch nicht mehr im Kopf hatte oder den Film nicht zur Hand.

Allerdings habe ich über ein ganzes halbes Jahr von Jojo Moyes eine Rezension geschrieben und den Film vor zwei Wochen mit meiner Cousine gesehen. Ein großes Dankeschön für den seelischen Beistand und die Taschentücher nochmal!

Also gibt es keine Ausreden mehr jetzt diesen Beitrag zu schreiben. 😉

MbY_Artwork.inddDer Inhalt in drei Sätzen:

Als Louisa Clark ihren Job verliert und fortan für den gelähmten Will Traynor arbeiten muss ist sie zutiefst unglücklich, denn er ist ein allzeit missgelaunter Griesgram.  Bald jedoch, bekommt sie mit, dass Will sich bei Dignitas das Leben nehmen möchte und seine Mutter sie nur angeheuert hat um ihn zu bespaßen und ihm den Lebenswillen wiederzugeben. Also setzt Lou alles daran, das halbe Jahr das Will sich noch gibt zu nutzen und ihn vom Leben zu überzeugen.

Der Film:

Da das Drehbuch von der Autorin geschrieben wurde war ich schon am Anfang des Films sehr optimistisch. Das Buch wurde meist ziemlich genau übernommen, allerdings merkte man auch, dass manche Dinge als gegeben dargestellt waren. Zum Beispiel erfährt man im Buch, dass Lous (Ex-)Freund Patrick früher übergewichtig war, im Film dagegen war er einfach nur ein Sportler. Das hat den Charakteren teilweise die Tiefe genommen.

Ganz am Anfang sah man Will mit einer ziemlich zerzausten blonden Dame im Bett liegen. Später sah man sie zurechtgemacht (bzw im Brautkleid) wieder. Hätte ich das Buch nicht gelesen hätte ich sie wirklich nicht erkannt, es fehlte jede Erklärung, dass das genau jene Dame vom Anfang des Buches war und es wurde auch nicht gesagt, dass ihre Beziehung durch Wills Unfall auseinander gebrochen ist.

Das sind nur Details, allerdings sind sie mir beide ziemlich sauer aufgestoßen.

Das Ende war gefühlvoll aber nicht überdramatisiert. Keine tragisch schluchzenden Geigen im Hintergrund, kein tränenverschleiertes "Warum musst du mich so quälen?". Es war einfach, pur und wunderschön.

Selbst wenn ich das Buch nicht gelesen hätte, der Film trägt sehr sehr eindeutig die Handschrift von Jojo Moyes. Das ist es auch was ich an ihr so sehr liebe: sie scheut nicht vor schwierigen Themen und jedes Buch ist anders. Aber dennoch bleibt sie ihrer Linie treu und gibt jeder Geschichte, jeder Figur und jedem Buch etwas Jojo-Moyes-Feeling.

🌟🌟🌟🌟

81110_Rosoff_SoLebeIchJetzt_HK_fin.inddDas Buch in fünf Worten: Krieg, Liebe, Glück, Überleben, Familie

🌟🌟🌟

Inhalt: Die sechzehnjährige New-Yorkerin Daisy wird von ihrem Vater und dessen Neuer nach England geschickt. Sie soll den Sommer bei ihren Verwandten auf dem Land verbringen. Das alte verwinkelte Haus, die Tiere, die liebevolle Familie - all das ist ihr völlig fremd und sie hat sich noch nie irgendwo so geborgen gefühlt. Und noch nie zuvor hat sie Menschen wie ihre Cousins Edmond, Isaak, Osbert und die kleine Piper getroffen. Vor allem niemand wie Edmond. Es verspricht ein perfekter Sommer zu werden. Doch dann bricht, wie schon lange angekündigt, ein Krieg aus. Die Kinder verstecken sich abseits, in ihrer Scheune, und Daisy und Edmond kommen sich näher. Doch dann werden sie auseinandergerissen, Daisy und Piper von Edmond und Isaac getrennt. Durch die Wirren des Krieges versuchen sie einander wieder zu finden.

Fazit: Dieses Buch hat mich gespalten. Einerseits ist es wunderschön erzählt, mit vielen kleinen  humorvollen Noten und vielen sehr sehr tiefgründigen Aspekten, wie zum Beispiel Daisys aufkommenden Beschützerinstinkt für Piper. Es zeigt auf wie zerbrechlich das Glück ist und wie schützenswert der Frieden. Andererseits hat es wenig mit einer Liebesgeschichte und dem clichéhaften „ich werde dich wiederfinden“ zu tun. Vielmehr geht es im Großteil des Buches um den Überlebenskampf in der ‚Wildnis‘ und wie die beiden Mädchen sich auf einer langen Wanderung etwas zu essen zu beschaffen versuchen. Es erzählt kaum etwas von der Geschichte von Isaac und Edmond, die eigentlich genauso dramatisch, wenn nicht sogar dramatischer ist als die der Mädchen.

Auch das Ende fand ich verwirrend. Daisy ist in England, im Haus der Familie und bekommt mitten im Krieg einen Anruf. Plötzlich sind 6 Jahre vergangen und sie ist in einem amerikanischen Krankenhaus? Was ist passiert? Wenn man Edmond schon unbedingt ein Trauma geben muss, warum vergehen dann völlig zusammenhanglos sechs Jahre? Warum hat sie nicht Versuch wieder nach England zu kommen sondern hat auf eine Nachricht gewartet? Und selbst wenn noch Krieg geherrscht hat, Piper hat einen Brief geschrieben, warum hat Daisy das nicht schon früher selbst versucht?

Eigentlich fand ich den ersten Teil am besten, da wo die Kinder noch nicht getrennt waren und die Geschichte noch verständlich und nachvollziehbar war.

Trotzdem mochte das Buch eigentlich recht gern und wer mehr Wert auf Details und nicht so viel auf das große Ganze legt wird es bestimmt lieben.

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36790534zDas Buch in fünf Worten: Liebe, Behinderung, Loslassen, Glück, Einschränkungen

🌟🌟🌟🌟

Inhalt: Louisa Clark ist Mitarbeiterin in einem Café in einer britischen Kleinstadt, kleidet sich gerne bunt und auffällig und ist seit Jahren mit ihrem Freund Patrick zusammen. Früher war sie glücklich mit ihm, doch seit er wie besessen für Marathons trainiert ist sie nur noch Nebensache für ihn.
Als das Café, in dem sie arbeitet, schließt, sucht sie verzweifelt einen neuen Job, was mit ihrer exzentrischen Art denkbar schwer ist. Erschwerend kommt noch hinzu, dass sie quasi allein für ihre Familie sorgen muss, denn ihre Mutter ist Hausfrau, in der Firma ihres Vaters wurden Stellen abgebaut und ihre Schwester Katrina muss sich um ihren Sohn kümmern.
Als sie das Angebot bekommt, 6 Monate lang den gelähmten Sohn der wohlhabenden Familie Traynor zu betreuen, und das gegen ein äußerst großzügiges Honorar, sind die Clarks zuerst alle erleichtert. Doch Louisa spürt schon am ersten Tag, dass es eine sehr anstrengende Zeit zu werden verspricht. Denn Will Traynor ist alles andere als eine angenehme Gesellschaft. Er ist übellaunig und zynisch, seine Mutter hält Louisa für unbegabt und dumm.
Doch als sie aus Versehen ein Gespräch mitbekommt, beginnt sie zu verstehen. Will Traynor will die Dienste der schweizer Sterbehilfeeinrichtung Dignitas in Anspruch nehmen und hat seiner Mutter weitere sechs Monate bis dahin versprochen. Diese will die Zeit nutzen um Will umzustimmen. Sie hat Louisa wegen ihrer lebenslustigen Art eingestellt und gehofft sie könne Will vom Leben überzeugen.
Daraufhin beschließt Louisa die restliche Zeit zu nutzen und plant mit Wills anderem Betreuer Nathan einen Ausflug nach dem anderen.
Durch all das bauen Will und Louisa eine enge Beziehung zueinander auf. Sie übernimmt teilweise Aufgaben die nicht einmal in ihre Pflicht fallen. Dennoch teilt er ihr mit, dass er weiß ,dass sie seine Pläne kennt, und sie ihn nicht umstimmen kann.
Als aller letzten Ausweg plant Louisa eine Reise die Will zeigen soll, dass er all die Dinge, die er früher so geliebt hat, immer noch tun kann, obwohl er gelähmt ist. Diese Reise fällt ins Wasser, da Will schwer an einer Lungenentzündung erkrankt.
Also beschließt Louisa eine andere Reise zu machen, nach Mauritius, damit Will weiter genesen kann und sie ihn hoffentlich von seinem Vorhaben abbringen kann. In dieser Woche entdeckt sie, dass sie mehr Gefühle für Will hat als sie für möglich gehalten hätte. Am letzten Tag gesteht sie ihm unter Palmen ihre Liebe und bittet ihn für sie am Leben zu bleiben. Als er ihre bitte ausschlägt ist sie zutiefst gekränkt. Er bittet sie mit in die Schweiz zu kommen was sie wiederrum ausschlägt.
Als sie nach London zurückgekehrt sind verbringt Louisa viel Zeit allein und zurückgezogen. Am Tag nachdem Will sterben wollte wird sie angerufen und Wills Mutter bittet sie in die Schweiz zu kommen, da Will nicht ohne sie sterben möchte.
Am Schluss folgt eine sehr rührende Szene in der Louisa in einem pariser Café sitzt und Wills Abschiedsbrief liest.

Fazit: Die ganze Geschichte ist wunderschön, sehr verspielt und mit viel Liebe zum Detail geschrieben. An mehreren Stellen habe ich geweint aber es gab auch viele viele Stellen die einfach nur Urkomisch waren. Auch das Ende fand ich gut, auch wenn Will sich schließlich entschieden hat zu gehen war es dennoch passend. Es wäre unrealistisch gewesen wenn es ein Happy End und eine plötzliche Wunderheilung gegeben hätte. Das Buch gibt einem Einblicke in das Leben eines behinderten Mannes, die einen sehr zum Nachdenken bringen aber es kommt ein wenig so rüber als wäre Dignitas tatsächlich sein einziger Weg.
Es ist zwar eine Liebesgeschichte, aber der… naja, sexuelle Aspekt wurde hierbei fast ganz weggelassen.
Alles in allem empfehle ich das Buch jedem der lustige aber auch ergreifende Bücher ohne viel Erotik mag.