Meg Rosoff- So lebe ich jetzt

81110_Rosoff_SoLebeIchJetzt_HK_fin.inddDas Buch in fünf Worten: Krieg, Liebe, Glück, Überleben, Familie

🌟🌟🌟

Inhalt: Die sechzehnjährige New-Yorkerin Daisy wird von ihrem Vater und dessen Neuer nach England geschickt. Sie soll den Sommer bei ihren Verwandten auf dem Land verbringen. Das alte verwinkelte Haus, die Tiere, die liebevolle Familie - all das ist ihr völlig fremd und sie hat sich noch nie irgendwo so geborgen gefühlt. Und noch nie zuvor hat sie Menschen wie ihre Cousins Edmond, Isaak, Osbert und die kleine Piper getroffen. Vor allem niemand wie Edmond. Es verspricht ein perfekter Sommer zu werden. Doch dann bricht, wie schon lange angekündigt, ein Krieg aus. Die Kinder verstecken sich abseits, in ihrer Scheune, und Daisy und Edmond kommen sich näher. Doch dann werden sie auseinandergerissen, Daisy und Piper von Edmond und Isaac getrennt. Durch die Wirren des Krieges versuchen sie einander wieder zu finden.

Fazit: Dieses Buch hat mich gespalten. Einerseits ist es wunderschön erzählt, mit vielen kleinen  humorvollen Noten und vielen sehr sehr tiefgründigen Aspekten, wie zum Beispiel Daisys aufkommenden Beschützerinstinkt für Piper. Es zeigt auf wie zerbrechlich das Glück ist und wie schützenswert der Frieden. Andererseits hat es wenig mit einer Liebesgeschichte und dem clichéhaften „ich werde dich wiederfinden“ zu tun. Vielmehr geht es im Großteil des Buches um den Überlebenskampf in der ‚Wildnis‘ und wie die beiden Mädchen sich auf einer langen Wanderung etwas zu essen zu beschaffen versuchen. Es erzählt kaum etwas von der Geschichte von Isaac und Edmond, die eigentlich genauso dramatisch, wenn nicht sogar dramatischer ist als die der Mädchen.

Auch das Ende fand ich verwirrend. Daisy ist in England, im Haus der Familie und bekommt mitten im Krieg einen Anruf. Plötzlich sind 6 Jahre vergangen und sie ist in einem amerikanischen Krankenhaus? Was ist passiert? Wenn man Edmond schon unbedingt ein Trauma geben muss, warum vergehen dann völlig zusammenhanglos sechs Jahre? Warum hat sie nicht Versuch wieder nach England zu kommen sondern hat auf eine Nachricht gewartet? Und selbst wenn noch Krieg geherrscht hat, Piper hat einen Brief geschrieben, warum hat Daisy das nicht schon früher selbst versucht?

Eigentlich fand ich den ersten Teil am besten, da wo die Kinder noch nicht getrennt waren und die Geschichte noch verständlich und nachvollziehbar war.

Trotzdem mochte das Buch eigentlich recht gern und wer mehr Wert auf Details und nicht so viel auf das große Ganze legt wird es bestimmt lieben.

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