Jojo Moyes- Ein ganzes halbes Jahr

36790534zDas Buch in fünf Worten: Liebe, Behinderung, Loslassen, Glück, Einschränkungen

🌟🌟🌟🌟

Inhalt: Louisa Clark ist Mitarbeiterin in einem Café in einer britischen Kleinstadt, kleidet sich gerne bunt und auffällig und ist seit Jahren mit ihrem Freund Patrick zusammen. Früher war sie glücklich mit ihm, doch seit er wie besessen für Marathons trainiert ist sie nur noch Nebensache für ihn.
Als das Café, in dem sie arbeitet, schließt, sucht sie verzweifelt einen neuen Job, was mit ihrer exzentrischen Art denkbar schwer ist. Erschwerend kommt noch hinzu, dass sie quasi allein für ihre Familie sorgen muss, denn ihre Mutter ist Hausfrau, in der Firma ihres Vaters wurden Stellen abgebaut und ihre Schwester Katrina muss sich um ihren Sohn kümmern.
Als sie das Angebot bekommt, 6 Monate lang den gelähmten Sohn der wohlhabenden Familie Traynor zu betreuen, und das gegen ein äußerst großzügiges Honorar, sind die Clarks zuerst alle erleichtert. Doch Louisa spürt schon am ersten Tag, dass es eine sehr anstrengende Zeit zu werden verspricht. Denn Will Traynor ist alles andere als eine angenehme Gesellschaft. Er ist übellaunig und zynisch, seine Mutter hält Louisa für unbegabt und dumm.
Doch als sie aus Versehen ein Gespräch mitbekommt, beginnt sie zu verstehen. Will Traynor will die Dienste der schweizer Sterbehilfeeinrichtung Dignitas in Anspruch nehmen und hat seiner Mutter weitere sechs Monate bis dahin versprochen. Diese will die Zeit nutzen um Will umzustimmen. Sie hat Louisa wegen ihrer lebenslustigen Art eingestellt und gehofft sie könne Will vom Leben überzeugen.
Daraufhin beschließt Louisa die restliche Zeit zu nutzen und plant mit Wills anderem Betreuer Nathan einen Ausflug nach dem anderen.
Durch all das bauen Will und Louisa eine enge Beziehung zueinander auf. Sie übernimmt teilweise Aufgaben die nicht einmal in ihre Pflicht fallen. Dennoch teilt er ihr mit, dass er weiß ,dass sie seine Pläne kennt, und sie ihn nicht umstimmen kann.
Als aller letzten Ausweg plant Louisa eine Reise die Will zeigen soll, dass er all die Dinge, die er früher so geliebt hat, immer noch tun kann, obwohl er gelähmt ist. Diese Reise fällt ins Wasser, da Will schwer an einer Lungenentzündung erkrankt.
Also beschließt Louisa eine andere Reise zu machen, nach Mauritius, damit Will weiter genesen kann und sie ihn hoffentlich von seinem Vorhaben abbringen kann. In dieser Woche entdeckt sie, dass sie mehr Gefühle für Will hat als sie für möglich gehalten hätte. Am letzten Tag gesteht sie ihm unter Palmen ihre Liebe und bittet ihn für sie am Leben zu bleiben. Als er ihre bitte ausschlägt ist sie zutiefst gekränkt. Er bittet sie mit in die Schweiz zu kommen was sie wiederrum ausschlägt.
Als sie nach London zurückgekehrt sind verbringt Louisa viel Zeit allein und zurückgezogen. Am Tag nachdem Will sterben wollte wird sie angerufen und Wills Mutter bittet sie in die Schweiz zu kommen, da Will nicht ohne sie sterben möchte.
Am Schluss folgt eine sehr rührende Szene in der Louisa in einem pariser Café sitzt und Wills Abschiedsbrief liest.

Fazit: Die ganze Geschichte ist wunderschön, sehr verspielt und mit viel Liebe zum Detail geschrieben. An mehreren Stellen habe ich geweint aber es gab auch viele viele Stellen die einfach nur Urkomisch waren. Auch das Ende fand ich gut, auch wenn Will sich schließlich entschieden hat zu gehen war es dennoch passend. Es wäre unrealistisch gewesen wenn es ein Happy End und eine plötzliche Wunderheilung gegeben hätte. Das Buch gibt einem Einblicke in das Leben eines behinderten Mannes, die einen sehr zum Nachdenken bringen aber es kommt ein wenig so rüber als wäre Dignitas tatsächlich sein einziger Weg.
Es ist zwar eine Liebesgeschichte, aber der… naja, sexuelle Aspekt wurde hierbei fast ganz weggelassen.
Alles in allem empfehle ich das Buch jedem der lustige aber auch ergreifende Bücher ohne viel Erotik mag.

3 Gedanken zu „Jojo Moyes- Ein ganzes halbes Jahr

  1. Marie Ledoux

    Hallo,

    dann schaue ich doch gleich mal vorbei ...

    Schöne Rezi und ich stimme euch voll und ganz zu, das Ende war passend, wenn auch traurig.

    Hast du die "Fortsetzung" schon gelesen "Ein ganz neues Leben". Mir hat es gefallen ...

    Ganz liebe Grüße aus Tirol
    Marie

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    1. katharina

      Hallo Marie,
      freut mich, dass es dir gefällt!
      Den zweiten Teil habe ich auch gelesen, fand ihn aber nicht sooo toll. Wie das eben manchmal mit "lang ersehnten Fortsetzungen" ist, schien Jojo Moyes einfach irgend einen Weg gesucht zu haben die Geschichte fortzusetzen. Aber ich denke ganz so bald werden wir keine Rezensionen über irgendwelche Fortsetzungen schreiben, wir finden das würde zu sehr spoilern.
      LG Katharina

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  2. Eva

    Hallo,
    Ich habe schon sehr viel über das Buch und die Verfilmung dazu gehört, aber bin mir noch unsicher, ob ich es lesen soll, weil ich das traurige nicht so mag.:/
    Naja mal sehen was ich mache, trotz allem schöne Rezension, hat mir gut gefallen.=D
    Liebe Grüsse Eva

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